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Suchmaschinen nehmen eine zentrale Rolle bei der Informationsbeschaffung im Internet ein. Wir kennen das aus unserem eigenen Surfverhalten. Da wird schnell mal gegoogelt, wenn man wissen möchte was heute Abend los ist, wo das Notebook am günstigsten ist oder wo sich der Laden befindet, der genau dieses Ersatzteil vorrätig hat, das man sonst nirgends bekommt.

Als Unternehmer stehen Sie nun auch auf der anderen Seite. Sie sammeln nicht nur Informationen, sondern Sie bieten auf Ihrer Website auch Informationen an, nämlich über Ihr Unternehmen und Ihr Angebot. Ziel eines jeden Startups sollte es sein, möglichst schnell, möglichst weit oben im Ranking der Suchmaschinen mit dem eigenen Angebot zu stehen, denn gerade in der Gründungsphase zählt jeder Kunde und jeder Auftrag.

Search Engine Optimization (SEO) für Unternehmen zielt auf ein möglichst gutes Ergebnis im Suchmaschinen-Ranking ab. Im Folgenden erhalten Sie 10 Tipps, wie Sie die Suchmaschinenoptimierung als erfolgreiches Online-Marketing-Instrument einsetzen können.

1. Keine Prokrastination
Schieben Sie die Maßnahmen für Ihre Suchmaschinenoptimierung nicht auf. Suchmaschinenoptimierung braucht Zeit, denn die Crawler (kleine Programme, welche die Suchmaschinen durchforsten) müssen mehrmals auf Ihr Angebot stoßen, um einen merklichen Suchmaschineneffekt zu erzielen. Erst nach und nach „arbeiten“ sich Ihre Suchergebnisse in der Suchmaschine nach oben. Das kann Monate dauern, also legen Sie gleich los.

2. Konzentration auf Google
Konzentrieren Sie sich gleich zu Anfang auf die Suchmaschine Google. Laut der Statistik von Statista hat Google bei der Internetrecherche in Deutschland einen Marktanteil von über 95% (Stand Juni 2014). Somit können andere Suchmaschinen wie Bing oder Yahoo vernachlässigt werden.

3. Google liebt gute Inhalte
Ihre Website sollte über ein Content-Management-System (CMS) verfügen. Der Wert Ihrer Website wird von Google nach dem angebotenen Inhalt bewertet. Der Algorithmus von Google stellt fest, wie aktuell Ihr Inhalt ist und wie gut er zu den Suchanfragen passt. Die Zeiten, dass Sie einmal eine Website erstellen und daran jahrelang nichts mehr verändern, sollten vorbei sein. Ein CMS bietet Ihnen die Möglichkeit schnell selbst Texte, Bilder und Videos zu ergänzen und auszutauschen. Nur so können Sie Ihre Website in einem kontinuierlichen Prozess an die Bedürfnisse Ihrer potentiellen Kunden anpassen. Sehr gute und kostenlose Content-Management-Systeme sind beispielsweise WordPress und Typo3.

4. Tracking
Ihre Website benötigt eine Tracking-Software. Eine Tracking-Software registriert im Hintergrund das User-Verhalten auf Ihrer Website und wertet diese Daten für Sie aus, die Ihnen dann auch grafisch zur Verfügung gestellt werden. Sie erhalten auf diese Weise Informationen, wie User auf Ihre Website aufmerksam wurden, an welcher Stelle sie ein- und auch wieder ausgestiegen sind, welches Thema sie besonders interessiert hat und vieles mehr. Erst mit diesen Daten können Sie Schwachstellen auf Ihrer Website aufdecken oder Stärken optimieren. Ein sehr gutes kostenloses Tracking-Tool ist Google Analytics, das Sie hier finden: http://www.google.de/intl/de/analytics/.
Wenn Sie sich bei Google-Analytics registriert und dort Ihre URL eingerichtet haben, sollten Sie sich auch gleich unter https://www.google.com/webmasters/ für die Google Webmaster-Tools registrieren. Unter dem Punkt Alternativmethoden (für die Anmeldung) können Sie Ihr Analytics-Konto verwenden, was die Registrierung und Einrichtung erheblich vereinfacht. Die Google-Webmaster-Tools bieten Ihnen wichtige Informationen über relevante Suchanfragen und Klicks. Des Weiteren werden Crawling-Fehler angezeigt, die ein Auffinden Ihrer Website erschweren könnten.

5. SEO-Fehler entdecken
Überprüfen Sie Ihre Website regelmäßig auf SEO-Fehler, die dazu führen, dass Ihre Angebote in den Suchmaschinen nicht weiter oben gerankt werden. Die Fehler können technischer sowie inhaltlicher Art sein. Ein sehr gutes kostenloses Tool dafür finden Sie auf http://www.seobility.net/de/seocheck. Geben Sie dort Ihre URL ein und die Fehleranalyse wird automatisch gestartet. Besprechen Sie die technischen Fehler mit Ihrem WebDesigner und kümmern Sie sich um die inhaltlichen Schwächen. Google wird es Ihnen mit einem besseren Ranking danken.

6. Keyword-Analyse
Führen Sie eine ausgiebige Keyword-Analyse durch. Keywords sind die Suchbegriffe, die Ihre Zielgruppe eingibt, um Ihr Angebot zu finden. Gehen Sie dabei nicht davon aus, dass Ihre Zielgruppe genau die Suchbegriffe verwendet, die auch Sie bei der Suche nutzen würden. Sie selbst sind meist schon viel zu „verfachlicht“ und verwenden Begriffe, die jemand, der von Ihrer Materie noch nicht viel weiß, wahrscheinlich nie nutzen würde. Um die richtigen Suchbegriffe zu finden, eignet sich der kostenlose Keyword-Planer von Google, den Sie hier finden: https://adwords.google.de/KeywordPlanner. Sie müssen sich dafür allerdings zunächst bei Google Adwords registrieren, was aber schnell gemacht ist. Denken Sie bei der Auswahl Ihrer Keywords daran, sich mehr auf Ihr Angebot und weniger auf Ihr Unternehmen zu konzentrieren. Gerade in der Anfangsphase werden die wenigsten User Ihren Unternehmensnamen bei der Suche eingeben, sondern Produkte und Dienstleistungen suchen, die eine Problemlösung darstellen.

7. Das Ranking checken
Checken Sie regelmäßig das Ranking Ihrer Suchbegriffe. Dabei reicht es nicht aus, einfach das entsprechende Keyword bei Google einzugeben, um dann im Browser zu sehen, wo Ihre Website im Ranking steht. Google merkt sich Ihre Suchanfragen, um eine optimierte Ergebnisliste anzuzeigen. Dadurch werden Ihre Suchergebnisse verfälscht. Es kann also sein, dass Sie bei Ihrer eigenen Suchanfrage schon auf Seite eins stehen, während Sie für Ihre Zielgruppe erst auf Seite 11 zu finden sind. Um diesen Fehler zu umgehen, nutzen Sie Tools wie beispielsweise www.ranking-spy.com. Sie können dort regelmäßig die Suchmaschinenposition Ihrer Keywords checken. Bis zu einer Menge von 5 Keywords ist das Tool kostenlos.

8. Linkbuilding
Google sieht es gerne, wenn Ihre Website mit anderen Websites und Blogs verlinkt ist, insbesondere wenn diese zu Ihrem Inhalt und den Themen passen. Seien Sie bitte sehr vorsichtig beim Kauf von Links. Unseriöse SEO-Anbieter arbeiten noch immer mit Spamlinks und versprechen Ihnen mit tausenden von Verlinkungen ein schnelles Ranking. Google erkennt diese Vorgehensweise sehr schnell und straft Sie mit einem schlechten Ranking oder sogar dem Rauswurf aus der Suchmaschine ab. Das kann Sie bei Ihren SEO-Aktivitäten um Jahre zurückwerfen.
Bauen Sie kontinuierlich und vorsichtig Ihr Linkbuilding auf. Beginnen Sie mit Branchenbucheinträgen, dem DMOZ-Eintrag und setzen Sie sich mit Webseiten- und Blogbetreiber in Verbindung, die zu Ihrem Inhalt passen könnten, um dort eine gegenseitige Verlinkung anzubieten. XING ist übrigens eine gute Plattform, um Linkpartner zu finden. Es gibt dort sogar Gruppen, die sich speziell mit diesem Thema beschäftigen.

9. Autoren haben es gut bei Google
Da der Inhalt von Websites für die Google-Suchergebnisse immer wichtiger wird, haben es Vielschreiber gut, die häufig neue News und Beiträge auf ihrer Website veröffentlichen. Bei dem Erstellen von Texten sollte der Autor die Ergebnisse aus der Keyword-Analyse berücksichtigen und die entsprechenden Suchbegriffe in den Texten verwenden.
Wer noch einen drauf setzen möchte, der registriert sich bei Google+ und verbindet sein Konto über Google-Authorship mit seiner Website, was momentan zu guten Ranking-Ergebnissen führt. Für Unternehmer, die gerne viel schreiben, um darüber auch die eigene Kompetenz darzustellen, bietet sich das Bloggen an. Ein eigener Blog kann ständig mit neuem Inhalt und somit auch mit Keywords gefüllt werden. Sucht ein User in diesem Themenumfeld, wird der entsprechende Artikel angezeigt. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, den Blog in die Website des Unternehmens zu integrieren.

10. Suchmaschinen lieben Videos
Videos nehmen im SEO-Marketing eine Sonderstellung ein. Seit dem Google YouTube gekauft hat, werden sie besonders berücksichtigt und viele Videos ranken schon besser als manche Website. Videos sollten aber nicht nur auf YouTube, sondern auch auf vimeo, myVideo und dailymotion veröffentlicht werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Videoplattformen momentan am besten ranken. Beachten Sie bei dem Eintrag des Videos auf der Videoplattform wieder die Keywords aus Ihrer Keyword-Analyse. Die Suchbegriffe sollten im Titel, in der Beschreibung und in den Tags wiederzufinden sein.
10 Tipps für die Produktion preiswerter Videos finden Sie auf meinem Blog unter http://mertinat.de/10-tipps-fuer-die-produktion-preiswerter-videos/.

 

Über den Autor:

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Michael Mertinat ist als Freelancer Online-Marketing (www.mertinat.de) und als Geschäftsführer der Medienproduktion MERTKOM (www.mertkom.de) tätig.

Kontakt:

Michael Mertinat
Telefon: 030 21 80 62 70