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Der „Be an Innovator“-Award 2018 geht an das Team „ClarK“. Mit einem Tool zur Prozessoptimierung im Baugewerbe erkämpft „PAVE“ Platz 2. Den 3. Platz belegt „Skinow“ mit einer digitalen Lösung für Bergbahnen in Österreich und der Schweiz.

 

Berlin, 22. Mai 2018 – Die Sieger des Start-up-Wettbewerbs „Be an Innovator“ 2018 der Management- und Technologieberatung BearingPoint stehen fest. Beim großen Finale in Berlin präsentierten neun Teams verschiedener Hochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Rumänien unter dem Motto „Go Digital“ ihre Ideen zum Thema Digitalisierung.

 

Der erste Preis ging an das Team „ClarK“, das sich nun über 10.000 Euro Siegesprämie sowie über die einjährige Betreuung durch BearingPoint freuen kann. Die Studenten der rumänischen Universität Academia de Studii Economice din Bucuresti haben AR Smart Glasses für den Einsatz in der Automobil-, Logistik- und der Energieindustrie entwickelt. Die AR-Brille (Augmented Reality) soll dabei auf Grundlage von einer 3D ToF-Kamera (Time of Flight) und Umweltsensoren die Produktionsprozesse optimieren. Mitarbeiter der Produktionsindustrie sind auf effiziente und sichere Arbeitsschritte angewiesen. Mit dem Einsatz von AR-Brillen werden Fehler und technische Unstimmigkeiten in Prozessen schneller identifiziert und digital gelöst. Durch Open API lässt sich das Produkt zudem einfach in Drittanbieter-Anwendungen integrieren. Mit der Unterstützung von BearingPoint möchte das rumänische Team seine Prototypen für den künftigen Einsatz in der Industrie 4.0 weiter ausbauen und notwendiges Kapital für die Weiterentwicklung beschaffen. Vlad Macelaru und Costin Costea, die als Vertreter für „ClarK“ die Idee präsentiert und die Jury überzeugt haben, freuten sich entsprechend über ihren Sieg: „Die Chance, an ‚Be an Innovator‘ in Berlin teilzunehmen, hat uns enorm motiviert, unseren Prototypen zu optimieren und an unserem Pitch weiterzuarbeiten. Beim Finale waren alle Teams sehr gut vorbereitet, so dass wir für digitale Themen und Strategien unterschiedliche Blickwinkel einnehmen konnten. Wir fühlen uns geehrt und freuen uns, als Sieger nach Hause zu fahren. Dies bestätigt uns als Team, dass wir mit unserer innovativen Idee auf dem richtigen Weg sind.“

 

Den zweiten Platz belegte das deutsche Team „PAVE“ von der Technischen Universität München. Die Innovatoren haben Ineffizienzen im Baugewerbe identifiziert und darauf aufbauend eine zeitgemäße digitale Strategie zur Prozessoptimierung entwickelt. Analoge Baupläne und Unterlagen sowie veraltete Kommunikationsprozesse führen zu einem unkoordinierten Arbeitsumfeld, das sich aufgrund gestiegener Anforderungen durch Digitalisierung und neuer rechtlicher Normierungen, wie dem Einsatz von BIMs (Building Information Model), nachteilig auf die Bauindustrie auswirkt. Der zusätzliche Anspruch der Kostenminimierung ist ein weiterer Faktor, der im Rahmen der gegenwärtigen Strukturen nicht adäquat berücksichtigt werden kann. Das B2B SaaS (Software as a Service) Tool von „PAVE“ liefert die passende Strategie für digitales Construction Management und AI-basierte Ressourcenplanung (Artificial Intelligence, künstliche Intelligenz). So können unter anderem Konstruktionspläne und Berichte digital und automatisiert erstellt und verwaltet werden. Darüber hinaus erlaubt das Tool eine zentralisierte Kommunikation zwischen den Koordinationspartnern und macht umständlichen E-Mail-Verkehr überflüssig. Ende 2018 möchte das Team insbesondere die AI-Funktionalitäten ausbauen und optimieren, um weitere Kunden zu akquirieren und 2019 die eigene Präsenz auf dem deutschen Markt zu erhöhen.

 

Platz drei erzielte das Team „Skinow“ der Hochschule St. Gallen. Judith Noerpel-Schneider und Reto Trachsel von „Skinow“ konnten feststellen, dass die Preisgestaltung von Skipässen von externen Faktoren, wie den Wetter- und Schneeverhältnissen, dem Wochentag oder der Saisonalität abhängig ist und Preise für Kunden folglich flexibler gestaltet werden könnten. Das Team hat für Kunden der Bergbahnbranche einen Service entwickeln können, in dem Kunden ein persönliches Preisgebot für Tageskarten bei Partnerskigebieten abgeben können. Die Preisgebote werden dabei nach Weiterleitung an die Bergbahn geprüft und akzeptiert oder abgelehnt. Vor dem Buchungsabschluss muss dann nur noch das Trägermedium – SwissPass, SKIDATA oder Ticket per E-Mail – ausgewählt werden.

 

Iris Grewe, Mitglied des globalen Management-Komitees bei BearingPoint und Vorsitzende der Jury, kommentierte den Wettbewerb abschließend: „Dieses Jahr haben knapp 60 Teams aus vier Ländern am Wettbewerb teilgenommen, von denen neun Teilnehmer ihre Ideen und Business Cases im Finale vorgestellt haben. Die Mehrheit der präsentierten Geschäftsideen kombinierte technische Innovationen mit einem gesellschaftlichen Anspruch. Für uns bei BearingPoint ist es daher eine Freude und willkommene Verantwortung, die besten Ideen gemeinsam mit den Studierenden zur Marktreife zu bringen.“

 

Über „Be an Innovator“

BearingPoint unterstützt mit „Be an Innovator“ Studierende führender Universitäten und Business Schools aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Rumänien bei der Entwicklung und Realisierung zukunftsweisender und nachhaltig wirkender digitaler Projektideen. Zusätzlich zum Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro begleitet BearingPoint das Gewinner-Team ein Jahr lang bei der Umsetzung ihrer Projekte. Mit der Ausschreibung des Wettbewerbs möchte BearingPoint die Teilnehmer darüber hinaus dazu ermutigen, die Werte und Prinzipien anzuwenden, für die das Unternehmen steht – Leidenschaft, Engagement, Spitzenleistung, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein.

Foto: Die diesjährigen Gewinner des „Be an Innovator“-Awards Vlad Macelaru (2.v.l.) und Costin Costea (3.v.r.) mit ihrem BearingPoint Coach Gabriel Diaconescu (2.v.r.) und den Jurymitgliedern Iris Grewe (1.v.l.) und Andreas Tuchscherer (1.v.r.).