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Die „Sharing Economy“ ist eins der größten Buzzwörter der letzten Jahre. Da liegt es nah, dass neben Autos, Fahrrädern oder Wohnungen auch das geteilt wird, worin jahrelang viel Arbeit hineingeflossen ist, sie aber später nie wieder benutzt werden: Die Rede ist von Aufzeichnungen und Lernmaterialien für das Studium. Diesem Tauschgeschäft hat sich das Berliner Startup Studydrive gewidmet und es digitalisiert.

Im Dezember 2016 konnte Studydrive eine siebenstellige Finanzierungsrunde abschließen- den Lead machte der Höhle der Löwen-Investor Carsten Maschmeyer mit seiner seed+speed Ventures. Neben einer Reihe von Business Angels stieg auch der VC Amadeus Venture Capital mit ein. Ebenfalls an Studydrive beteiligt ist das Medienunternehmen Bertelsmann.

Nur wenige Monate nach der Finanzierung gibt Studydrive nun den Relaunch seines Onlineangebots für Unimaterialien bekannt. „Die Kapitalspritze durch unsere neuen Investoren war sehr wichtig, denn wir konnten damit unsere Portale, Studycrowd, Studytutors und Studydrive fusionieren“, sagt Gründer und Geschäftsführer Sven Gasper. „Sie werden unter der Dachmarke Studydrive nun gemeinsam aufgebaut“.

Bessere Usability

Die Zusammenführung bedeutet für den Nutzer ein wesentlich umfangreicheres Angebot und mehr Komfort: Während früher über Studydrive Lernmaterialien ausgetauscht wurden, auf Studytutors Onlinenachhilfe angeboten wurde und auf Studycrowd Fragen rund um das Studium innerhalb der Community diskutiert und beantwortet werden konnten, sind alle

Funktionen nun auf einer Plattform vereint. Studydrive versteht sich als treibende Kraft der digitalen Bildungsrevolution und macht das Studium durch die Bereitstellung digitaler Hilfsmittel für den Studenten einfacher, effizienter und fördert den Wissensaustausch unter den Studenten. „Wir sind sehr froh darüber, dass der Relaunch geklappt hat und wie gut es derzeit läuft. Wir genießen aktuell ein Nutzerwachstum von 25.000 neuen Registrierungen pro Monat. Dies macht uns auch noch interessanter für Firmen, die auf Talentsuche sind“, kommentiert Sven Gasper. Da die Nutzung des Portals für die Studenten kostenfrei ist, finanziert sich das Startup durch Job- oder Praktikumsausschreibungen von Unternehmen, wie zum Beispiel AXA, Roland Berger oder KPMG. „Wir bringen die Studenten dadurch näher an den Arbeitsmarkt heran und umgekehrt“, so Gasper.

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Das Startup hat sich vorgenommen, das Thema Digitalisierung der Bildung in Deutschland noch stärker auf die Agenda zu bringen.

„Die Digitalisierung der Lehre und der Universitäten ist in Deutschland, im Vergleich zu Ländern wie den USA, noch relativ unterentwickelt.“, kommentiert Gasper. „Wir möchten die Studenten noch viel stärker online vernetzen: Es gibt so viele leistungsstarken Studenten, die den schwächeren unter die Arme greifen- und ihnen helfen können, erfolgreich durch das Studium zu kommen. Wir arbeiten weiter daran, europaweit die zentrale Anlaufstelle für diesen Austausch sein!“

 

„Die Digitalisierung der Lehre und der Universitäten ist in Deutschland, im Vergleich zu Ländern wie den USA, noch relativ unterentwickelt.“

Über Studydrive

Studydrive wurde im Frühjahr 2013 von den ehemaligen BWL-Studenten Philipp Mackeprang und Sven Gasper gegründet und ist heute die größte Studentenplattform in der DACH- Region. Studydrive zog im November 2013 in den Berliner Accelerator der Telekom, Hubraum, ein. In der ersten Finanzierungsrunde wurde es unter anderem von Dieter von Holtzbrinck Ventures GmbH unterstützt. Studydrive hat 300.000 registrierte Nutzer, die Lernmaterialien von über 150 Universitäten in Deutschland, Österreich und den Niederlanden austauschen. Als Dankeschön für die fleißigsten Teiler ihrer Kurs- Aufzeichnungen gibt es dafür zum Beispiele Gutscheine für Reisen oder Onlinekäufe.

Auf Studydrive werden monatlich 1,5 Millionen Downloads getätigt. Die Monetarisierung der für Studenten kostenlosen Plattform erfolgt durch die Möglichkeit für Unternehmen, Jobanzeigen auf Studydrive zu schalten.