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Das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten ist seit einigen Jahren fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Wer mit einem neuen Produkt oder einer neuen Idee den Markt erobern will, muss heute in den meisten Fällen vor allem eins: im Internet gefunden werden. Doch wann sollten Sie bei einer Neugründung mit der Suchmaschinenoptimierung anfangen, wann Anzeigen bei Google schalten und wann in den Social-Media-Kanälen aktiv werden? Dieser Artikel erklärt, wann diese drei Online-Marketing-Kanäle bei einer Neugründung am besten bespielt werden.

Strategisches Online Marketing

Grundsätzlich gilt: Nur wenn Online-Marketing-Maßnahmen von Anfang an strategisch geplant werden, können die gewünschten Erfolge nachhaltig erzielt werden. Schon vor Erstellung der Website sollten Sie deshalb genau überlegen, was und vor allem wen Sie mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung online erreichen wollen. Zudem sollten Sie sich darüber klar werden, welche konkreten Ziele Sie mittels Online-Marketing verfolgen. Denn nur dann sind Erfolge am Ende auch messbar.

Von Anfang an: Suchmaschinenoptimierung

Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg im Internet ist natürlich die eigene Website. Diese sollte von Anfang an so gestaltet werden, dass sie an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst ist. Suchmaschinen haben einen sehr großen Stellenwert und werden von einem Großteil der deutschen Bevölkerung regelmäßig genutzt. Sie sollten Ihre Seite also von vornherein sowohl technisch als auch inhaltlich so gestalten, dass sie bei Google auch gefunden wird. Dazu ist es ratsam, bereits bei der Erstellung der Website die wichtigsten SEO-Aspekte zu berücksichtigen. Das heißt konkret: Auch wenn es einen finanziellen Aufwand bedeutet, sollte im Idealfall bereits bei der Konzeptionierung und Umsetzung der Website ein SEO-Experte zu Rate gezogen werden. So wird gewährleistet, dass die Website von Anfang an aus technischer Sicht suchmaschinenfreundlich gestaltet ist.

Auch die Seitenstruktur kann dann von Anfang an so geplant werden, dass es für die wichtigsten Suchphrasen („Keywords“), mittels derer die Nutzer online auf die Suche gehen, jeweils eine Unterseite erstellt wird. Nur wenn Sie wissen, welche Keywords Ihre potenziellen Kunden verwenden, können Sie darauf optimierte Inhalte bereitstellen und die Nutzer auf Ihre Seite locken.

Für Google ist es ein positives Ranking-Signal, wenn eine Website regelmäßig neue und aktuelle Inhalte bereitstellt. Deshalb sollten Sie von einer statischen Website absehen und ein Content-Management-System nutzen, das es Ihnen ermöglicht, selbst regelmäßig neue Inhalte einzustellen und neue Unterseiten zu schaffen.

In vielen Fällen lässt sich regelmäßig neuer Content beispielsweise über ein (Corporate) Blog bzw. einen Magazinbereich verwirklichen. Hier können Sie regelmäßig neue Posts und Beiträge veröffentlichen und so die Relevanz für bestimmte Keyword-Cluster stetig erhöhen. Auch ein Ratgeber- oder Magazin-Bereich kann dazu dienen, regelmäßig neue Inhalte bereitzustellen. Die technischen Grundvoraussetzungen hierfür sollten von Anfang an berücksichtigt werden.

Grundsätzlich sollte also direkt zu Beginn des Online Marketings ein starker Fokus auf die Teildisziplin SEO gelegt werden. SEO-Maßnahmen wirken nicht von heute auf morgen, insbesondere bei neuen Websites. Schließlich braucht Google eine Weile, um die Relevanz einer Seite richtig einschätzen zu können. Deshalb sollten Sie SEO von Anfang an berücksichtigen, um schnellstmöglich für relevante Suchbegriffe gefunden zu werden. Zudem vermeiden Sie so unnötige Folgekosten – ist die Website von Anfang an suchmaschinenfreundlich gestaltet, ist die kontinuierliche Optimierung mit weniger Aufwand umzusetzen.

Suchmaschinenwerbung – Traffic-Kanal für junge Websites

Suchmaschinenwerbung oder auch SEA (Search Engine Advertising) bezeichnet die Schaltung bezahlter Anzeigen bei Google über den Dienst Google AdWords. Das Abrechnungsmodell ist zumeist Cost per Click (CPC), was bedeutet, dass der Anzeigenkunde nur dann zahlt, wenn der Nutzer auch tatsächlich auf die ausgespielte Anzeige klickt. Den maximalen Klickpreis und das Tagesbudget kann der Kunde selbst festlegen und hat somit die Kontrolle über die monatlichen Kosten.

SEA ist eine gute Möglichkeit, um Traffic auf eine junge Website zu bringen, die in der organischen Suche noch nicht gut gefunden wird. Auch wenn von vornherein die wichtigsten SEO-Aspekte berücksichtigt wurden, ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass eine neue Seite schnell weit oben in den Suchergebnissen rankt. SEA schafft hier Abhilfe, da das Ausspielen der Anzeigen primär von Ihrem Gebot abhängt und nicht davon, wie sichtbar die Seite in der Suchmaschine ist. Anzeigen bei Google sind leicht zu schalten und erzielen bei richtiger Steuerung auch schnelle Erfolge.

Wichtig ist auch hier, dass auf relevante Keywords geboten wird. Wenn die Seite, auf die der Nutzer nach dem Klick auf die Anzeige gelangt, nicht seine Erwartungen erfüllt, wird er sie sofort wieder verlassen – und Sie haben Ihr Geld in den Sand gesetzt. Da Sie auf bestimmte Keywords oder Keyword-Gruppen bieten, können Sie Ihre Zielgruppe sehr gezielt ansprechen und somit qualifizierten Traffic auf Ihre Seite bringen.

Die Erfolge einer SEA-Kampagne sind direkt messbar. Das Webanalyse-Tool Google Analytics gibt Ihnen die Möglichkeit, detaillierte Analysen der durch Anzeigen generieren Klicks nach Zeit, Kosten und Relevanz durchzuführen.

Haben Sie ein Startup gegründet und Ihre suchmaschinenfreundliche Website gelauncht, legen Sie also am besten direkt mit gezielten Anzeigen mittels Google AdWords los. Beachten Sie aber: Ein SEA-Konto muss regelmäßig kontrolliert werden, da fehlerhafte Einstellungen Sie bares Geld kosten! Zudem ist Zeit notwendig, um die Kampagne basierend auf den ersten Ergebnissen weiter zu optimieren.

Aktiv in den Social Media

Neben den Suchmaschinen – allen voran Google – sind die sozialen Medien ein weiterer wichtiger Traffic-Kanal. Social Media spielen eine große Rolle in unserem Alltagsleben – deshalb ist es je nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung wichtig, dass Sie auf den jeweils gängigsten Plattformen präsent sind. Allen voran zu nennen ist hier nach wie vor Facebook, aber auch Twitter, YouTube, Pinterest und Instagram sind – abhängig vom Produkt oder der Dienstleistung – oft sinnvolle Kommunikationskanäle. Vor allem in der B2B-Kommunikation sind zudem XING und LinkedIn als Netzwerke für berufliche Kontakte nicht zu vergessen. Je nach Branche ist zudem die Bearbeitung von Fachforen, Frage-Antwort-Portalen oder die aktive Teilnahme in Blogs sinnvoll.

Wenn nach der Unternehmensgründung Ihre Website online ist und bereits die ersten Anzeigen über Google AdWords geschaltet wurden, ist es im nächsten Schritt an der Zeit, eine Social-Media-Strategie auszuarbeiten. Zunächst müssen natürlich die Profile eingerichtet werden, die auf Ihre Website verlinken sollten. Gleichzeitig ist es ratsam, wiederum auf der Website selbst die Social-Media-Profile zu verlinken. So können Ihre Nutzer direkt sehen, dass Sie auch auf Facebook & Co. aktiv sind.

Auch wenn Social Media zu einer lockeren, ungezwungenen Kommunikation mit der Zielgruppe verlocken, sollte auch hier eine konkrete Strategie zu Grund liegen. Im Idealfall gibt es eine Redaktionsplanung für alle Social-Media-Aktivitäten. Wichtig ist, regelmäßig zu posten und mit den Followern zu interagieren. Negative Kritik sollte nicht ignoriert werden – vielmehr gilt es, proaktiv entgegen zu wirken und unzufriedenen Kunden entgegen zu kommen. Stellen Sie also in jedem Fall sicher, dass jemand in Ihrem Unternehmen zeitnah auf negative Kommentare reagieren kann.

Die sozialen Medien sind ein zusätzlicher Kanal zu SEO und SEA, der – je nach Unternehmen – signifikanten Traffic auf die Website bringen kann.

Weitere Online-Marketing-Kanäle

Die drei vorgestellten Marketing-Kanäle zählen in den meisten Fällen zu den wichtigsten Traffic-Quellen. Daneben gibt es natürlich noch weitere Maßnahmen, um Besucher auf Ihre Seite zu bringen. Dazu zählten unter anderem feste Bannerbuchungen, Affiliate-Programme, Newsletter und E-Mail-Marketing, Coupons, Advertorials sowie Online-PR. Ob diese Maßnahmen empfehlenswert sind, hängt von verschiedenen Faktoren wie der Branche, der Unternehmensgröße und dem Marketing-Budget ab und kann deshalb nicht pauschalisiert werden.

Über die Autorin Amke Pistoor:

Die Autorin Amke Pistoor arbeitet bei der Internetagentur mindshape GmbH in Köln. Dort betreut sie als Online Marketing Managerin verschiedene Kundenprojekte, wobei der Fokus auf dem Bereich Suchmaschinenoptimierung liegt.

Website: http://www.mindshape.de/

Twitter: www.twitter.com/mindshape