In dieser Woche kommt Elon Musk nach Deutschland,genauer gesagt am morgigen Donnerstag. Was liegt also näher als Thema: Tesla oder Hyperloop?

Wer jemals Tesla gefahren ist, weiß, dass Elon Musk Fahrspass und Elektromobilität kombiniert und vor allem, dass seine Visionen schneller Realität werden können als gedacht. Nach dem Erfolg in der Automobilindustrie geht 2016 das nächste Projekt an den Start, namens Hyperloop.

Das Konzept des Hyperloops wurde 2013 von Elon Musk vorgestellt und soll 2016 auf 8 Testkilometern Wirklichkeit werden. Der Tesla Gründer möchte mit Dirk Ahlborn von Hyperloop Transportation Technologies ein Transportmittel erschaffen, bei dem alle amerikanischen Großstädte miteinander verbunden werden können.

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Der gebürtige Berliner Dirk Ahlborn ist Chef und Gründer der Hyperloop Transportation Technologies und hat sich ganz klare Ziele gesetzt.

Was ist der Hyperloop? Für alle jene die Dirk Ahlborn nicht live auf dem diesjährigen TechOpenAir gesehen haben:

Der Hyperloop ist ein Konzept für ein Hochgeschwindigkeitstransportsystem, das elektrisch getriebene Transportkapseln mit Reisegeschwindigkeiten von bis zu 1.225 km/h auf Luftkissen durch eine teilvakuumierte Röhre befördern. Dies ermöglicht ein effizientes und umweltfreundliches Reisen.

Für die Umsetzung setzt Hyperloop Transportation Technologies auf eine Aufgabenteilung von Crowdfunding und Crowdsourcing via Internet. Für das Projekt arbeiteten bisher 400 Mitarbeiter aus 21 Ländern. Ihr Lohn: Aktienoptionen. Mit dabei sind z.B. Studenten der US-Elite-Universitäten über Boeing-Ingenieure, Stanford-Professoren, bis zu NASA-Wissenschaftlern, die am Mars-Rover gearbeitet haben. Laut Aussage von Dirk Ahlborn werden 2018 die ersten Passagiere mit dem Hyperloop befördert.

Auch ein Börsengang ist in Planung. Das Unternehmen möchte 100-150 Millionen Dollar im kommenden Jahr einsammeln. Die Finanzierung der Teststrecke sei jedoch schon jetzt gesichert und sie wird in einem geplanten Musterort Quay-Valley im US-Bundesstaat Californien zwischen Los Angeles und San Francisco entstehen.  Auch darüber hinaus sei das Interesse von Investoren sehr gross. Funktioniert alles planmässig, werden die US-Metropolen schnell miteinander verbunden und Ahlborn rechnet mit 10 Mio Fahrgästen pro Jahr.

Diese neue Art der Fortbewegung wäre schneller als ein Flugzeug und preiswerter als mit der Bahn zu reisen.

Mehr Informationen: http://hyperlooptech.com

Bleiben wir gespannt.

Bis nächste Woche.

Eure Christine

P.S. Wenn Euch etwas auf der Seele brennt, schreibt mir eine Mail.

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