Vorurteile Shopsyteme

Das richtige Shop-System für Deinen Online-Shop

Im Internet kursieren bezüglich der Auswahl des richtigen Shop-Systems zwei Vorurteile, die Du unbedingt über Bord werfen solltest.

Zwei Vorurteile

1.  Magento ist für große und WooCommerce nur für kleine Shops geeignet

Viele Entwickler machen aus der Auswahl des richtigen Shop-Systems eine Religion und entsprechend hart und unsachlich wird in den Foren darüber diskutiert. Es gibt jedoch nicht nur die eine richtige Software, um einen eShop zu erstellen, genauso wenig ist das eine System professionell und das andere unprofessionell. Professionell ist nicht das System, sondern nur der, der damit arbeitet.

Shop-Systeme wie WooCommerce oder PrestaShop, um nur zwei Beispiele zu nennen, sind für Anwender konzipiert worden, die nicht über ein Entwicklerteam von mehreren Programmierern verfügen. Die dort angebotenen Templates und die Systeme selbst sind relativ leicht im Handling. Bestimmte Standardfunktionen sind bereits beinhaltet oder können über Plugins integriert werden und genau hier tritt die erste Barriere für den Anwender mit höheren Ambitionen auf.

Soll der Shop individuelle und viele Funktionen bieten, werden diese nicht mehr von den Standardvarianten abgedeckt. Wer hier mehr möchte, muss den Shop mit eigenen Programmierungen erweitern, wie eben bei Magento auch, denn der Gedanke, für jedes Problem gibt es ein Plugin, ist irreführend. Viele WooCommerce-Shops werden mit Plugins geradezu vollgestopft. Die Plugins sind untereinander nicht zwangsläufig kompatibel und viele Plugins senken die Performance eines eShops.

Wer also einen großen Shop mit vielen Funktionen erstellen möchte, der braucht das entsprechende Know-how dafür, egal mit welchem System gearbeitet wird. So wurden beispielsweise die Shops moebel.de mit PrestaShop oder zenoc.de mit WooCommerce erstellt.

Somit ist es sinnvoll, vor der Auswahl des Systems die genauen Anforderungen des eigenen Shops zu kennen, um auf Basis dieser Daten das geeignete Shop-System auszusuchen. Möglich ist mit jedem System jedenfalls fast alles.

Fazit

Wenn Ihr Euren ersten eigenen Online-Shop plant, dann solltet Ihr Euch primär auf das eigene Know-how oder das Wissen Eures ebusiness-Dienstleisters verlassen. Der Erfolg wird weniger durch die Auswahl des Systems bestimmt, sondern viel mehr dadurch, wie Ihr das gewählte System im Griff habt und ob Ihr auch über ein entsprechendes Budget verfügt, um einen Shop zu erstellen, der den Marktbedingungen gewachsen ist.

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2. Open Source Systeme verursachen keine Kosten

Die beliebtesten und aus meiner Sicht besten Shop-Systeme basieren auf Open Source-Software. Das reduziert zwar die Kosten, aber ein erfolgreicher Shop zum Nulltarif ist ein Märchen.

Das fängt schon beim Template an und endet spätestens bei der Integration eines Warenwirtschaftssystems. Immer wieder werden Plugins gefordert, sei es die Schnittstelle zum Payment-System oder die Artikelsuche. Die Anforderungen an einen erfolgreichen eShop steigen ständig. Es können sich beim potentiellen Kunden nur noch eShops durchsetzen, die auch über den entsprechenden Funktionsumfang und eine sehr gute Usability verfügen, selbstverständlich für die mobile Nutzung optimiert und dafür muss in der Regel auch bezahlt werden.

Zwar ist man auf den Kauf von Zusatzmodulen in Form von Templates, Plugins und Schnittstellen nicht angewiesen, denn theoretisch kann der Anwender diese ja auch selbst programmieren, jedoch ist dies in den meisten Fällen wirklich nur ein theoretischer Aspekt.

Somit sollten die Zusatzkosten bei der Auswahl eines Shop-Systems im Vorfeld berücksichtigt werden und aus eigener Erfahrung weiß ich, es sollte noch ein Notfallbudget miteinberechnet werden, denn während der Entwicklung kommen oft noch neue Anforderungen an den Shop hinzu.

Michael Mertinat

Geschäftsführer eCommerce, MERTKOM GmbH

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Michael Mertinat

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