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Lead – The Art of Gründermetro …

lead_tkLiebe Startup-Unternehmer, liebe Leser:

Warum jubeln wir keine mittelmäßigen TecDax-Aktien in den siebenten Himmel, damit die Alt-Aktionäre noch mehr Kasse machen können? Warum schreiben wir keine Geschäftsmodelle total aufgeregt in den 7. Himmel, um sie kurz danach niederzuschreiben, wie einige Kollegen? Und warum bringen wir nicht die 17 schwachsinnigsten Aufzählungen, wie das so megakrass-abgefahren-inhaltsfreie Buzzfeed?

Die Antwort ist einfach: Wir machen Journalismus – und produzieren keinen “digitalen Müll”. Wir machen Journalismus weit entfernt von seichter Einheitskost nicht immer klug wirkender Millennials – aufgewärmt und umgerührt u. a. bei Business Punk, unserer “Liebsten” Edition F, Gründerszene, Huffington Post, T3N, Zett & Co. Die bunten Werbeflächen von Axel Springer, Gruner + Jahr, Hubert Burda oder dem Zeit Verlag mögen Sponsored Posts und Natives Ads dienen, mit rezensionsfähigem Journalismus haben sie herzlich wenig zu tun.

Albert Einstein sagte: I fear the day that technology will surpass our human interaction. The world will have a generation of idiots. Ich habe das Gefühl, in der Startup-Szene versammeln sich besonders viele davon. Ihre Kost aus o. g. Seiten: “Amnestys Sündenfall” (Sex sells), “Wie baut man eine Flüchtlingsunterkunft?” (Politik handfest), Mein “erster Tag im Praktikum” (Wirtschaft hautnah), “So wird das nichts mit Uber + Helpling” (irgendwo investigativ), “Katrins Anleitung zur Emanzipation” (arme Weibchen) oder “Können Roboter die Liebe retten?” (SiFi oder so). Geht’s noch bekloppter?

Jump into the next curve

Wenn bestimmte Medien im geistigen Tiefflug segeln, wenn bestimmte Beiträge weitgehend inhaltsfrei bleiben, warum werden Sie gemacht? Die Co-Founderin unseres geliebten “Mädels-Magazins” sucht bei ihren “Freunden des Digitalen” über Facebook eine “eierlegende Wollmilch-Sau” für A/B-Tests, Funnel-, Cohort- und Path-Reports sowie Trigger Engages. Das ist Performance-Marketing, um als “Traffic-Schleuder” zum billigen Publisher der Ad-Networks zu werden. Das ist eine Antwort zum “digitalen Müll”.

Natürlich gibt es moderne Online- und Print-Medien, die nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern ihr auch ein Stück voraus sind. Mit Brand Eins über Wirtschaft, Cicero über Politik, Die Zeit für fundierte Hintergründe, Impulse für Unternehmer, Kmpkt mit zeitgemäßen News, Wired für Tech sowie Zeit Wissen für Zukunftsweisendes zeigen Journalisten, dass Berichterstattung nicht aus Klickstrecken, Best-of-Bullshit-Bingo und Praktikantenbeiträgen bestehen muss.

Don’t be afraid to polarize people

Damit sind wir bei Beiträgen, Interviews, Meinungen und Fotos auf Gründermetropole. Ja, wir polarisieren Menschen – und wir stehen dazu. Wir machen es nicht jedem besser wissendem MBAler von EBS, ESCP, HSG oder WHU Recht. Wir sagen auch, wenn es hinter den Kulissen stinkt – hauen aber nicht “auf die Ka.ke”, wenns nichts zu Hauen gibt. Genau deshalb werden unsere Interviews und Gastbeiträge gelesen – mittlerweile mehr als 5 Minuten. Weil wir keine aufgewärmte, geschmacklose oder möchtergern-skandalöse Einheitskost abliefern.

Let’s break down the barriers

Wir haben eine Grundeinstellung: Mit Gründermetropole Berlin haben wir begonnen, etwas anders zu machen, als es andere Medien in der Startup-Szene machen. Wir sind davon ausgegangen, was Leser (noch) brauchen können, nicht was Anzeigenkunden wünschen und bei unseren ‘Bodies’ in der so coolen ‘Hood’ gerade angesagt ist. Womit “next hot shit”, “political correct” und “vegan” leider raus sind. Man kann im Leben nicht alles haben – und auf manches getrost verzichten. Vielleicht sind die nächsten Buzzwords ja “inhaltsreicher” – oder so …

Think digital, but act analog

Das Schöne an Gründermetro ist: Unser “Produkt”  – und ich sehe Journalismus nach wie vor als Dienstleistung – ist jederzeit sichtbar, testbar und weg-/klickbar. Wenn mir erfahrene E-Commerce-Investoren zur Qualität des Zalando-Nu3-WTFs gratulieren, wenn gestandene Seriengründer sich freuen, über ihre Leib- und Magenthemen unzensiert schreiben zu können, wenn sich Gründer und Investment-Profis nach WTFs mit mir vernetzen, scheinen wir Einiges richtig, zumindest aber interessant zu machen.

Never ask people to do what you wouldn’t do

Jeder bei uns im Team weiß, was er gut kann. Genau das wird vom ganzen Team geschätzt. Genau das macht das Zusammenspiel aus – Tag für Tag, Woche für Woche. Dazu gehört, auf dem Boden zu bleiben. Selbst wenn wir durch ein Investment unsere Redaktion ausbauen, unsere Themen erweitern und unseren Erfolg vergrößern können – wir sind keine “Streetsmarts”, die von Party zu Party hoppeln. Wir wollen eine neue Kategorie Medien etablieren. Das ist kein 100-Meter-Lauf, bestensfalls die 42 km des Berlin Marathon.

Don’t worry. be crappy.

Nein, wir sind nicht perfekt. Ja, wir machen Fehler. Einige WTFs haben 10 Korrekturrunden und mehr durchlaufen und wurden in großen Teilen verändert, bis sie erschienen sind. Einige Beiträge wurden auch nach der Veröffentlichung mehrfach korrigiert, weil sich Fehler eingeschlichen haben. Und bei manchen Beiträgen mussten wir auch schon “zaubern”: Wir haben erstmal angefangen, zu schreiben. Denn Gründermetro ist keine Eintagsfliege und kein Einmalevent – es ist die Entwicklung eines neuen Mediums.

Let a hundert flowers blossom

Ein unerwartet positives Learning waren für mich die Reaktionen von Lesern, die uns wichtig sind: gestandene Gründer und Manager. So bekam ich Vorschläge für neue WTFs – und kam aus dem Lachen nicht mehr raus. Mein Favorit ist die personifizierte “Brand-Eins-Kleinanzeige für Petra-Leser” (nicht zu verwechseln mit “Edition XYZ”) – zu lesen in Kürze. Deshalb haben wir Gast-WTFs eingeführt. Es gibt so tolle Ideen und Inhalte, für die ich gern sofort beiseite trete!

Don’t let the bozos grind you down.

Womit wir bei unseren Kritikern sind: Ich lade jeden ein, einen Gastbeitrag, ein Kolumne oder ein gebautes Interview einzusenden. Ich werde es vorurteilsfrei lesen und – wenn die redaktionelle Qualität stimmt – veröffentlichen. Sollten unsere Kritiker es vorziehen, hinter unserem Rücken über uns zu reden, können sie das gern machen. Sie sollten dabei erwähnen, dass ihre eigenen Ideen womöglich der Ursache für die aktuelle Medienkrise sind. Und wenn sie es besser machen können – wir freuen uns darauf, mit ihnen die “nächste Welle” zu reiten.

… One more thing:

Natürlich könnt Ihr dieses Editorial als “realitätsfern”, “verrückt” oder “größenwahnsinnig” bezeichnen. Natürlich könnt Ihr unsere Arbeit als “nutzlos”, “erfolglos” und “total daneben” abtun. Ihr solltet allerdings berücksichtigen, dass all die Zwischenüberschriften und Gedanken nicht etwa von einem kleinen Chefredakteur in der großen Gründermetropole Berlin erfunden wurden, sondern von einem Seriengründer, der bewiesen hat, dass es so funktioniert, wie es funktioniert

Ein herzliches Dankeschön geht dieses Mal an meinen Herausgeber Stefan Kny und seine unendliche Geduld, wenn ich mal wieder rastlos war/bin/sein werde. Und ein herzliches Dankeschön geht an unsere Geschäftsführerin Christine Arnoldt für Ihre Weitsicht, wenn es um die Entwicklung unseres Magazins geht. Folgt uns auf unserem News-Channel @gruendermetro und auf fb/gruendermetro. Nehmt uns mit in Euer Startup – mit unserer iPhone-App im Apple App Store. Wir sind für Euch da.

Freut auf spannende Interviews, überraschende Gastbeiträge und brilliante Fotoimpressionen im September. Ich freue mich, Euch in der Langen Nacht der Startups, am FinTech Stammtisch und auf der dmexco in Köln zu treffen. Schreibt mir, wenn Ihr Lust habt, Euch auf einen Kaffee zu treffen: redaktion@gruendermetropole-berlin.de.

Herzliche Grüße

Euer

Thomas Keup

Chefredakteur

Gründermetropole Berlin

 

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