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“Der deutsche Außenhandel hat 2017 ein bemerkenswertes dynamisches Jahr hingelegt, das mit Rekordwerten im Export und Import abgeschlossen hat. Erstmalig wurden Waren im Wert von fast 1.300 Milliarden Euro exportiert und auch die Importe übertrafen erstmals die 1.000-Milliarden-Euro-Marke. Auch der starke Euro macht sich bisher noch nicht bemerkbar.“

Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Dezember 2017 bekanntgegeben. Demnach wurden im Dezember Waren im Wert von 100,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 82,7 Milliarden Euro importiert. Für das Gesamtjahr 2017 heißt dies, dass insgesamt Waren im Wert von 1.279,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 1.034,6 Milliarden Euro importiert wurden. Damit betrug das Exportwachstum im Vorjahresvergleich plus 6,3 Prozent und das Importwachstum 8,3 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 244,9 Milliarden Euro ab und verringerte sich somit im Vorjahresvergleich um 4 Milliarden Euro.

„Das Wachstum im deutschen Außenhandel verdanken wir der weltweiten konjunkturellen Belebung. Die Nachfrage nach deutschen Produkten zog auf allen Kontinenten deutlich an. Besonders freuen wir uns jedoch über den wirtschaftlichen Aufschwung in Europa. Gleichwohl muss anerkannt werden, dass diese Erfolge in Deutschland hart erarbeitet wurden und nicht viel über die strukturellen Herausforderungen in Deutschland aussagen. So wird z.B. zusätzliche Bürokratie im Außenhandel, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurden, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen weiter belasten. Es fehlt die notwendige Entlastung, insbesondere für kleinere Unternehmen, die so aus dem Markt oder zu Zusammenschlüssen gedrängt werden. Die Marktkonzentration wird damit weiter voranschreiten“,

so Bingmann abschließend.