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Das Berliner Startup Bunch überzeugt Alt-Investoren und frische Geldgeber und sammelt einen siebenstelligen Betrag ein. An der derzeitigen Seed- Finanzierung beteiligten sich Deutschlands größter Frühphasen-Investor High-Tech- Gründerfonds, sowie die existierenden Investoren Atlantic Labs und die Berliner Angel- Investoren Friedrich Neuman und Marius Schulze.

Bunch ist eine Team-Management- Plattform. Unternehmen können mit Bunch die besten Team-Konstellationen simulieren, den Einfluss jedes einzelnen Mitgliedes auf die Team-Dynamik messen und konkrete Empfehlungen finden, um die Leistung des Teams zu optimieren. Mit dem neuen Geld wird das derzeit 10-köpfige Team um die Gründer Darja Gutnick, Charles Ahmadzadeh und Anthony Reo das Produkt weiterentwickeln, das Team erweitern und den Vertrieb ausbauen.
Bunch unterstützt stark wachsende Unternehmen beim Aufbau von Teams. Jeder Kollege und auch neue Kandidaten im Bewerbungsprozess füllen zu Beginn einen 5-minütigen Online-Fragebogen aus. Er basiert auf dem, an der Stanford University entwickelten, “Organisational Culture Profiling”-Ansatz. Dieser ermöglicht es, Verhaltenstedenzen von einzelnen Personen und Teams in der Organisation mit einer hohen Wahrscheinlichkeit vorherzusagen. Dabei werden sechs Dimensionen gemessen: Kundenorientierung, Zielorientierung, Kollaboration, Detailorientierung, Prinzipientreue und Adaptabilität. Jeder einzelne Mitarbeiter aber auch ganze Teams und Abteilungen können anschließend auf Basis ihrer Bunch-Profile ideale Team-Konstellationen testen sowie die sechs Dimensionen dank einer neuen Anbindung an die Kommunikationsplattform Slack kontinuierlich messen.

Bei existierenden Teams unterstützt Bunch so vor allem die Optimierung der Teamzusammenstellung und die Steigerung der Produktivität. Beim Einsatz im Recruiting-Prozess erhält der Personalverantwortliche und das Team auf Basis von Bunch ein umfassendes Kandidatenprofil mit Verhaltenstendenzen und einer Auswertung, wie gut der Kandidat zum Team und Unternehmen passt.
“Unternehmenserfolg hängt in Zukunft noch stärker davon ab, wie gut Organisationen in der Lage sind, Bedingungen zu schaffen, die die Zusammenarbeit fördern. Unsere Kunden fragen sich oft, welche Organisations- und Entscheidungsstruktur am besten zu ihnen passt, wie sie die stärksten Teams zusammenstellen können oder wie sie ihre Kultur entwickeln müssen, damit sie im Wettbewerb als Sieger hervorgehen. Dabei reicht es nicht mehr, die Antworten top-down zu finden und zu kommunizieren. Erfolgreiche Unternehmen binden ihre Teams aktiv in die Entwicklung der Organisationsstruktur und -kultur ein,“ erklärt Bunch-CEO Darja Gutnick.

Organisationen, die es schaffen, eine starke Kultur und Struktur zu finden, erwirtschafteten nachweislich fünfmal mehr Umsatz im Vergleich zu ihren schwächeren Wettbewerbern. Bunch sei daher nicht nur beim Recruiting im Einsatz.
“Seit dem Start von Bunch haben wir mit unseren Kunden an neuen Funktionalitäten gearbeitet, die insbesondere existierende Teams unterstützen. So können wir nun beispielsweise mit Hilfe von Sprachanalyse (Natural Language Processing) und Machine Learning die Kommunikation in Chatsystemen, wie z.B. Slack, analysieren. Kommunikation ist ein großer Indikator, wie gut konkrete Teams zusammenarbeiten. Nahezu in Echtzeit können wir individualisierte Empfehlungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit geben. Dabei bauen wir nicht nur auf wissenschaftliche Erkenntnisse unseres Partners Stanford, sondern schöpfen auch aus dem Fundus erfolgreicher Unternehmen wie Netflix, Airbnb und Zappos. Mit Empfehlungen, sogenannten Culture Hacks, bieten wir unseren Kunden konkrete Initiativen an, die sie schnell umsetzen können.“
Einer der ersten Kunden, die das neue Slack-Feature in ausgesuchten Teams einsetzen ist das süddeutsche Unternehmen Coliquio mit 120 Mitarbeitern. Die Ärzteplattform nutzt Bunch zur Optimierung der Teams wie Rico Fernando, Head of Human Resources & Organizational Development, erklärt:

“Mit dem Slack-Feature von Bunch können wir schnell erkennen, ob Maßnahmen im Team greifen. Wir merken sofort, wenn unsere Zusammenarbeit nachlässt bzw. sich der Fokus ungewollt verschiebt. ”
Seit dem Produkt-Launch im September 2017 haben mehr als 1.000 Unternehmen Bunch getestet. Zu den Kunden gehören beispielsweise N26, Fraunhofer und auch der AWS- Wettbewerber Digital Ocean aus den USA. Bunch selbst rekrutiert ausschließlich mit Hilfe der eigenen Software. Im Bunch-Team arbeiten Experten aus neun unterschiedliche Kulturen erfolgreich zusammen.

Portfolio-Weiterentwicklung mit Bunch
Auch die Investoren HTGF und Atlantic Labs sehen den Wert von Bunch für ihre Portfoliounternehmen.
Kristin Müller, Investment Manager, High Tech Gründerfonds: “Wir haben Bunch bereits selbst getestet und sind überzeugt, dass das Produkt eine große Zukunft hat. Je internationaler und diverser Teams werden, umso wichtiger wird Kooperation. Die Gründer von Bunch.ai haben einen neuen und innovativen Ansatz entwickelt, mit dem Teams in Unternehmen ihre Team-Dynamik aktiv gestalten und in der Zusammenarbeit maximale Ergebnisse erzielen können.”
Jens-Philipp Klein, Partner bei Atlantic Labs, bekräftigt: “Future of work ist ein spannender Bereich, in dem in den nächsten Jahren sehr viel passieren wird. Wir haben bereits sehr früh an die Idee und das Team hinter Bunch geglaubt und sind beeindruckt von den Fortschritten, die das Team in den letzten Monaten gemacht hat. Wir freuen uns sehr, Bunch weiter unterstützen zu können und auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Team.”

Über Bunch:
Bunch ist eine Team-Management-Plattform. Mit Bunch können schnell wachsende Organisationen daten-basiert erfolgreiche Teams aufbauen und starke Unternehmenskulturen entwickeln. Bunch nutzt Machine Learning-Algorithmen und Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Organisationspsychologie, um die Leistungsstärke von bestehenden Teams zu erhöhen sowie neue Teams aufzustellen. Das Berliner Startup wird von Darja Gutnick (Diplom-Psychologin), Anthony A. Reo (BA Conflict Analysis & Resolution) und Charles Ahmadzadeh (MSc. Software Engineering) geleitet. Finanziell wird Bunch von High-Tech Gründerfonds, Atlantic Labs, Friedrich Neuman & Marius Schulze (Makers) und Hyperion Invest unterstützt. www.bunch.ai
Über den High-Tech Gründerfonds:
Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Startups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von insgesamt 886 Millionen Euro verteilt auf drei Fonds (272 Mio. Euro Fond I, 304 Mio. Euro Fond II, Ziel: 310 Mio. Euro Fond III), sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 bereits fast 500 Startups zu Unternehmen geformt. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Startup Experten begleitet die Entwicklung der jungen Unternehmen mit Know-how, Entrepreneurial-Spirit und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Branchen Software, Medien und Internet sowie Hardware, Automation, Healthcare, Chemie und Life Sciences. Mehr als 1,5 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in über 1.200 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds Anteile an fast 90 Unternehmen erfolgreich verkauft. Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Post DHL, Dräger, Drillisch AG, EVONIK, EWE AG, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, Postbank, QIAGEN, RWE Generation SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik und WACKER. www.high-tech-gruenderfonds.de

Über Atlantic Labs:
Atlantic Labs ist ein Berliner Frühphaseninvestor der in disruptive digitale Geschäftsmodelle investiert und die Gründer aktiv in ihrer Entwicklung unterstützt. Gegründet vom Tech Entrepreneur Christophe Maire (Gründer Gate5/HERE, Angelinvestor Soundcloud, EyeEm, Clue), investiert Atlantic Labs unter anderem in das Schwerpunktthema Future of Work (z.B. CoMatch; Zenjob, Careship, GermanBionic Systems und Wandelbots).