Am 8. Februar startet die Hinterland Konferenz in Bielefeld. Wir sprachen mit dem Organisator Sebastian Borek, CEO und Co-Founder der veranstaltenden Founders Foundation.
Wie kommt man auf die Idee in Bielefeld eine Konferenz ins Leben zu rufen? 

Bielefeld hat großes Potenzial und gilt als die Hauptstadt des deutschen Mittelstands. Die Top 15 Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe erwirtschaften einen Umsatz von über 65 Milliarden Euro. Wir erschaffen als Founders Foundation mit starken Partnern wie Dr. Oetker, Bertelsmann, Miele, Schüco, Claas und vielen weiteren ein Startup Ecosystem mit enormen Chancen für Startup-Gründungen im Bereich B2B und IoT, dem Internet of Things. Kaum eine Region hat so viele Hidden Champions und Weltmarktführer. Unsere Ausbildungsprogramme wie die Founders Academy und das Founders Camp arbeiten dabei Hand in Hand mit dem deutschen Mittelstand. Ich sehe es so: OWL bietet gerade für Startups im IoT die allerbesten Bedingungen. Das ist unser Standortvorteil und „unfair advantage“!  

In der Region Ostwestfalen-Lippe gibt es drüber hinaus schlummernde Ressourcen, die wir mit der Hinterland of Things zum Leben erwecken und zeigen wollen. Die Industrie in der Region ist unheimlich stark und bildet als treibendes Hinterland das Fundament der deutschen Wirtschaft. Das bietet eine enorme und einzigartige Chance – und zwar für den nächsten Schritt der Digitalisierung, dem Zukunftsthema IoT. Wenn wir die Stärke der Industrie nutzen und gezielt mit Startups und Digitalexperten zusammenbringen können wir IoT-Geschichte schreiben! Für Deutschland ist dieser Schulterschluss zwischen etablierter Wirtschaft und Startups der Schlüssel für eine Pole Position in der digitalen Zukunft. 

 

Wen konntest Du für die Konferenz bisher gewinnen? 

Die kraftvollen Namen, Unternehmerfamilien und Geschäftsinhaber bei der Konferenz wie Dr. Albert Christmann von Dr. Oetker, Bertelsmann Christoph Mohn, Viessmann-CEO Max Viessmann oder Startup-Unternehmer Philipp Pausder, Philip Siefer, XING-Gründer Lars Hinrichs und Investoren wie Christian Miele, Principal bei e.ventures oder Thomas Lueke von Cherry Ventures zeigen, wie stark der Wille und wie groß die Chance ist, aus Deutschland, aus dem Hinterland heraus IoT-Geschichte zu schreiben. Dafür ist der Schulterschluss zwischen “alter” und “neuer” Welt der Wirtschaft unerlässlich. 

Dominik Gross (CFO Founders Foundation), Sebastian Borek (CEO Founders Foundation), Viktoria Schünemann (Head of Hinterland-Conference) Jannis Johannmeier (Head of Communication Founders Foundation)

Organisator Sebastian Borek, CEO und Co-Founder der veranstaltenden Founders Foundation.

Was verbindet Dich persönlich mit dem Thema Startups und Innovationen? 

Als CEO der Founders Foundation, einem der größten Startup Ecosystem Builder in Europa, kann ich Tag für Tag meine vielseitigen Erfahrungen im Aufbau von Startups, meine Mittelstands-Kompetenz und mein Know-How als digitaler Vordenker einbringen. Ich bin selbst erfahrener Startup Gründer, zum Beispiel habe ich im Jahr 2000 eines der weltweit ersten Print E-Commerce Startups in den USA und Europa gegründet, habe aber auch als Investor viel lernen können. Zuvor war ich bei Pixelpark New York, der ProSiebenSat.1 Group, Bertelsmann oder dem Company Builder Finleap. Ich vereine sozusagen die “traditionelle“ Wirtschaft mit der neuen Welt. 

Im Jahr 2011 habe ich als Vorsitzender der Geschäftsführung unser Familienunternehmen Borek Media übernommen und das mittelständische Dienstleistungsunternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern auf die digitale Transformation vorbereitet. Diese Erfahrungen haben mich motiviert im Jahr 2016 in Bielefeld gemeinsam mit meinem Co-Founder Dominik Gross die gemeinnützige Founders Foundation als Initiative der Bertelsmann-Stiftung zu gründen, um im Herzen des deutschen Mittelstands ein Startup Ecosystem entstehen zu lassen. Für dieses deutschlandweite Pilotprojekt haben wir zunächst 17.5 Mio. Euro zur Verfügung.

Was unterscheidet die Konferenz von anderen? Was ist neu? 

Wir bringen international erfolgreiche Startupgründer, die Größen der deutschen Wirtschaft und Digitalexperten im Herzen des Mittelstands zusammen. Kurz gesagt: Wir bringen die Macher der digitalen Zukunft, der Zukunft des digitalen Deutschlands zusammen. Und das erstmalig in einer Region, wo die Menschen anpacken und die größten und besten Familienunternehmen zu Hause sind. Hidden Champions, Weltmarktführer – sie alle wollen mit uns nicht mehr zuschauen was in den USA, Israel oder sonst auf der Welt passiert, sondern aktiv werden und Akzente setzen. Wir sind uns unserer Stärken bewusster denn je. Über die Digitalisierung und vor allem das Internet of Things wurde viel gesprochen – die Zeit des Handelns ist gekommen. 

Was können die Besucher erwarten?

Zum einen sicher auf eine ganz besondere Auszeichnung: Wir vergeben erstmalig einen Award, der eine Person würdigt, der die Digitalisierung in Deutschland prägt und die digitale mit der traditionellen Welt vereint – wir freuen uns auf die Vergabe des „Rocket Mittelstand Awards“. 

Wir setzen auf eine gezielte Speaker- und Teilnehmerliste. 250 Gäste, 20 Speaker – alles auf C-Level. Wir müssen die Entscheider zusammenbringen, um ein nachhaltiges Umdenken zu schaffen. Bisher gilt die Region Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld, als reich, aber unsexy. Das „unsexy“ werden wir mit der Hinterland of Things ganz sicher widerlegen. Damit davon auch jeder selbst überzeugen kann, haben wir parallel zur Konferenz auch eine öffentlich zugängliche Area geschaffen, die Startup_X. Jeder, der sich für das Thema Gründung interessiert, kann sich ein Ticket auf unsere Site besorgen. Das Besondere: Beide Events werden ab dem Nachmittag vereint.

Internetseite von HINTERLAND OF THINGS