Lukas, was genau ist KITCHENTOWN?
Wir sind eine Plattform, die Food- und Beverage-Startups genau die Infrastruktur und das Know-How zugänglich macht, das zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt wird. Wir helfen Gründerteams also mit den richtigen Tools dabei, ihre Idee voranzubringen. All das kann man dann in unserem neuen Space in der Nähe vom Alexanderplatz erleben. Das ist quasi ein Maker-Space für Food Startups.

Wie genau kann ich mir diesen Maker Space denn vorstellen?
Die Co-Working-Community bei uns im Space wird ausschließlich aus Firmen mit Lebensmittelbezug bestehen, sodass die Teams sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können. Das wird ein ganz neues Erlebnis.

Aber diese Startups brauchen mehr als Laptops, oder?
Ja, das ist auch der Grund warum unser Angebot über Büroflächen hinausgeht. Unser USP ist die Produktentwicklung und die Produktion für Kleinmengen. Die Gründerinnen und Gründer können sich tageweise in unser professionelles Produktentwicklungslabor einmieten und mit Support von unserer Lebensmitteltechnologin ihre Produkte schnell an den Start bringen.
Sobald das Produkt fertig entwickelt ist, kann man dann in der Produktion erste Kleinmengen produzieren, die dann in einem 100% lebensmittelsicheren Umfeld direkt in den Handel gehen können. Bei weiterem Wachstum finden wir dann gemeinsam eine skalierbare Lösung für die Produktion.

Wie ist die Kostenstruktur?
Unsere Memberships starten bei EUR 59,00 und sind monatlich kündbar. Das Product Development Lab und die Small Batch Production sind tageweise ab EUR 320,00 bzw. EUR 350,00 buchbar.

 

 

Wann und wo geht es los?
Wir haben eine tolle Location gefunden, die nur fünf Minuten vom Alexanderplatz in Berlin-Mitte entfernt ist. Die Umbauarbeiten laufen auf Hochtouren und wenn alles gut geht, öffnen wir im Oktober 2019. Uns war es wichtig, dass wir zentral gelegen und somit gut erreichbar sind. Die lokalen Anforderungen in Berlin sind dann doch anders als im Silicon Valley, wo unser erster Standort eher am Standrand gelegen ist. Dort werden seit 2014 erfolgreich Startups unterstützt. 

Gibt es sonst noch Unterschiede von KITCHENTOWN Berlin zur Schwester in USA?
In den zahlreichen Gesprächen mit den Startups haben wir gemerkt, dass auch die Finanzierung einer Idee in der frühen Phase oft erfolgskritisch ist. Deswegen haben wir uns entschieden, im Oktober 2019 ein Accelerator Program zu lauchen.

Was beinhaltet das Accelerator Program genau?
Mit dem Accelerator bieten wir eine Finanzierung in Höhe von EUR 30.000 für 6% der Unternehmensanteile an. Das Programm dauert sechs Monate und umfasst neben dem Zugang zu Räumlichkeiten und Equipment eine auf die Bedürfnisse des jeweiligen Startups zugeschnittene operative Unterstützung. Wir helfen somit bei Food-spezifischen Herausforderungen wie der Produktentwicklung, dem Aufbau einer Supply Chain und Distribution oder auch bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
Wir wollen den Firmen helfen schnell einen Product-Market-Fit herzustellen und so die Brücke zu Folgeinvestoren zu bauen.

Welche Startups können sich bei euch bewerben?
Wir richten uns an Startups mit innovativen Ideen aus allen Bereichen der Lebensmittel und Getränke. Spannend sind für uns vor allem Themen wie personalisierte Ernährung, transparente Wertschöpfung sowie nachhaltige und gesunde Produkte.

Wie können sich interessierte Gründer und Gründerinnen bewerben?
Auf unserer Website www.kitchentown.de kann man sich ab sofort für das Programm bewerben.

 

Vielen Dank für das Interview, in Kürze setzen wir das Interview fort.