Ab heute wird der Markt der Musiker Apps gehörig aufgemischt. Die Idee: Genial und der Gründer: Gerade einmal volljährig. Die App HalbeStundeÜben soll Musiklehrern sowie -Schülern das Lehren und Lernen von Musikinstrumenten erleichtern. Unterstützt wird die Idee von Company Builder Alpha Beta in Berlin.

Wer kennt das nicht – Anfangs noch total euphorisch etwas Neues zu lernen und dann nach ein paar Wochen sinkt die Motivation Stück für Stück immer mehr.

Gründer Tiberius Treppner möchte dem ein Ende verschaffen und gründet mit HalbeStundeÜben einen Co-Lehrer für zuhause, der den individuellen Trainingsstand stets im Blick hat, kontrolliert und Fehler im Ton oder Rhythmus erkennt. Ein Interview mit Gründer Tiberius und Seriengründer& CEO Alpha Beta Dr. Johannes Matthias.

Als der Youngster, Tiberius Treppner aus dem beschaulichen Alt Tellin, die Idee für HalbeStundeÜben hatte, war er gerade einmal 14 Jahre alt. Gleichaltrige hatten da noch keinen konkreten Plan für ihre Zukunft und lebten einfach in den Tag hinein.

Doch nicht Tiberius – Er hatte sein Ziel schon immer fest in den Augen und ging als 11. Klässler bereits europaweit auf Pitch Veranstaltungen um seine Idee vorzustellen und das erfolgreich – In Paris gewann er beispielsweise den 1. Platz.

Doch was verbirgt sich hinter der App, die ohne Marketingbudget plötzlich mehr Downloads aufweist als TED oder die Nasa in der Kategorie „Bildung“ in Deutschland?

Bisher war Musikunterricht größtenteils der Ober- und Mittelschicht unserer Gesellschaft angedacht. Damit möchte HalbeStundeÜben einem Ende setzen und bietet auch Jugendlichen bzw. Erwachsenen aus sonstigen Einkommensklassen, die bisher aus finanziellen Gründen an keinem Musikunterricht teilnahmen, eine kostengünstige Alternative an.

Wie funktioniert es genau? 

Das geht ganz einfach in 3 Schritten:

  1. Noten scannen: Der Musiklehrende bzw. der Nutzende scannt das gewünschte Musikstück ein, das Programm erkennt die Noten und der Nutzende entscheidet an welcher Stelle des Stücks er einsteigen möchte zu spielen.
  2. Vorspielen lassen: Die App spielt alle Noten vor und differenziert auch zwischen linker und rechter Hand
  3. Gemeinsam üben: Anschließend kann die App über das Mikrofon des Spielenden erkennen, ob Fehler hinsichtlich des Tons und Rhythmuses vorliegen und erstellt Verbesserungsvorschläge.

Im Hintergrund läuft eine KI (Künstliche Intelligenz), welche permanent lernt, wie dem User das Klavier spielen, immer einfacher und besser beigebracht werden kann.

Der Kundennutzen?

Die Theorie dahinter ist, dass regelmäßiges Üben (also etwa eine halbe Stunde pro Tag) effektiver ist als einen Tag pro Woche besonders viel Zeit aufzuwenden. Aus pädagogischer Sicht befinden wir uns damit im Bereich des redundanten Lernens, bei dem vorher strukturierte Informationen wiederholt dargeboten werden, um durch Reduzierung auf das Wesentliche ein möglichst fehlerfreies Lernergebnis zu erzielen. 

Unterstützt wird das Startup von Company Builder Alpha Beta und seinem Seriengründer Dr. Johannes Matthias, der nicht zuletzt eine Menge Erfahrung im Aufbau und Skalierung von Startups hat.