Let´s go Havanna II

Bevor ihr heute unseren persönlichen Reisebericht aus Havanna lest( heute von Christine geschrieben) möchten wir uns erstmal für das super Feedback bei Euch bedanken. Besonders die Kuba-Facebook-User sind voll des Lobes. Durch dieses Lob fühlt man sich natürlich auch gefordert einen möglichst detaillierten Bericht zu schreiben. Da wir in der Woche gut eingespannt sind mit spannenden Themen unserer beiden Schwerpunkte Gründermetropole Berlin und Konferenz-Fotografie bleibt nur der Samstag Vormittag. Wir bitten also um Nachsicht.

Da ich ein absolut gutes Händchen für NULL-EURO-BRINGER-Projekte habe, gab mir mein guter Freund Olaf den Tipp zumindest den Reiseführer via Amazon zu verlinken und auch Christine gab aufgrund nicht streitbarer Argumente den Tipp meine Fotos auch als Print und Poster anzubieten. Sie haben ja Recht! Nach 4 Stunden Portalintegaration sind die Bilder nun auch bestellbar, ich halte Euch über Verkaufszahlen und Reiseführerbestellungen auf dem Laufenden. Da mir die Startupszene am Herzen liegt: Schaut doch auch mal im Umfeld dieses Textes, was wir bei Gründermetropole Berlin Alles machen. Nun hat Christine das Wort:

Was ist das schön!

Dieses tropische warme Klima umschmeichelt uns am morgen, obwohl die Sonne noch nicht scheint und wir freuen uns dem dritten Tag mit einem Lächeln zu begegnen. Wir möchten auch heute wieder Havanna erobern und da wir mittendrin gegenüber von dem Capitoilo wohnen,  ist die Vielfalt besonders gross. Gegen acht Uhr gehen wir aus dem Haus und möchten als erstes einmal ordentlich frühstücken. 

Wo war das denn noch gleich dieses grossartige kleine Cafe?Mitten am Platze, wo trotzdem nicht jeder Tourist die Route auf sich nehmen wird, weil es nicht gleich zu finden ist.

Ach was solls! Wir gehen kurzerhand in das von dem Reiseführer empfohlene französische Café „Pastelería Francesca“(am Parque Central neben dem Hotel Inglaterra. Schliesslich scheint das laut Beschreibung einige Überraschungen bereitzuhalten. Dort sind angeblich die Frauen, die sich gerne einen Cafe oder mit einem Frühstück verwöhnen lassen möchten. Wir sind gespannt und platzen vor Neugier aus allen Nähten. Denn wer guckt sich nicht gerne etwas Hübsches an. Ausserdem ist das Cafe auch fussläufig super zu erreichen. Also nichts wie los. Nachdem wir uns mit einem Cafe con leche, Cacao und Jugo(Saft) und Omelett gestärkt haben, entschlossen wir uns kurzerhand es heute mal ganz gemütlich angehen zu lassen.

Wenn ich nicht den Wunsch geäussert hätte, noch ein paar Dinge einkaufen zu gehen. „Ach ne“ meinten die Jungs. Nachdem ich ihnen aber sagte, was wir brauchen werden, stimmten mir alle kopfnickend zu. Ich meinte nur: „Ich mach das schon!“ Es ist für uns Europäer kaum vorstellbar, aber in Cuba gibt es eine andere Hygiene. Und jetzt haltet Euch fest, hier heisst es „bevorraten Sie sich rechtzeitig“. 

Um also den unschönen Situationen aus dem Weg zu gehen, habe ich mich in, nein vor einem Supermarkt angestellt, um etwas von diesen raren Dingen käuflich zu erwerben. 

Es handelt sich hier um Trinkwasser und Toilettenpapier. 

Im Urlaub habe ich immer nur von Popapier gesprochen. Es klingt wesentlich lustiger, auch wenn die Situation, da komme ich später im Bericht am Tag vier darauf, alles andere als das ist. 

Es war noch nicht ganz 9 Uhr morgens und die Menschen sammelten sich vor dem Supermarkt. 9 Uhr tat sich immer noch nichts.  Mhm dachte ich, das kann wohl dauern. Im Hinterkopf hatte ich nur, gut dass wir keine Termine haben. Und im nächsten Moment siehe da, es öffnet sich eine Tür. Jetzt aber schnell. Was nur kurz zu sehen ist, die Regale sind nicht übermässig gefüllt.  Also schnell überlegt, nur das Wichtigste kaufen. Bedeutet auch zugleich, sich an die nächste richtige Schlange anzustellen. 

Das Abenteuer Supermarkt hat begonnen. 

Drängeln ist hier wohl üblich stellte ich schnell fest. Da bringt die zurückhaltende Art recht wenig. Mit Worten bin ich dann weiter gekommen und sagte wenig später. „Tomo exactamente , la misma cosa“ bedeutet laut google: Ich nehme genau das Selbe.“ Und das lässt sich die Verkäuferin von mir mit Pesos bezahlen. 

Stolz wie Oskar gehe ich mit dem Popapier an den anderen Schlangen vorbei und denke nur was für ein Chaos. Schnell fällt mir ein, dass das Wasser der nächste Einkauf werden wird. Aber jetzt in dem Moment nehme ich nichts mehr mit. Das wird zum Tragen doch zu viel und wir wollen ja direkt weiter gehen.

So behalte ich das für die nächsten Tage im Hinterkopf. Die Männer haben draussen gewartet, während ich eingekauft habe. Da fällt mir auf, Einkaufen scheint in Havanna auch Frauensache zu sein. Das mal nur so am Rande.

In der Altstadt ging es dann wieder zurück zu dem gossen Hauptplatz am Central Park, um den nächsten Bus (genauer gesagt: „Havanna Tour Bus“, einem Hop on hop off System) nicht zu verpassen. Wir haben jeder ein Ticket für je 10 Cuc pro Person für eine Stadtrundfahrt gekauft und konnten damit den ganzen Tag mit dem Bus fahren. Eine schöne entspannte Option auch für uns. Wir wollten uns noch so viel anschauen, aber das alles zu Fuss zu machen, ist an einem Tag nicht möglich. Faszinierend schauten wir uns die Route des Busfahrers an und platzierten uns oben auf dem Freideck des „Cabriobus“. Trotz meiner Erkältung, ja mich hatte es in den ersten Tagen doch ganz schön erwischt, konnte auch ich mir diese Chance des Ausblickes nicht entgehen lassen. 

Was man doch alles auf sich nimmt. In den ersten Tagen merkten wir auch nicht viel von der Zeitumstellung. So aufgeregt wie wir waren alles zu entdecken, staunten wir und zückten auch zugleich das Handy, um ja alles festzuhalten. Es konnte gar nicht genug fotografiert werden. Mir wurde auch schnell klar, dass ich die Route gerne ein zweites Mal fahren möchte. Denn entweder konzentriere ich mich bei dem aktuellen Moment auf das Auslösen an dem Handy oder aber ich lasse die Aussicht mit der Atmosphäre auf mich wirken und geniesse einfach alles. Stefan machte mit dem einen Auge Bilder und mit dem anderen hat er die Atmosphäre wahrgenommen.

Die Sehenswürdigkeiten in Havanna sind gut verteilt und eine touristische Entwicklung ist auch langsam zu spüren. Es sind viele Hotels entstanden und werden noch weiter gebaut. Das Besondere sind meiner Meinung nach die alten Bauten und die Oldies. Sie machen den ganz besonderen Charme des Landes aus. 

Das konnten wir auch gegen Nachmittag feststellen, als wir an der einen Haltestelle in Vieja (Altstadt) ausgestiegen sind. In einem Künstlerviertel konnten wir innerhalb einer Strasse mindestens genauso viel entdecken, wie in der Stadt selber. Besonders beeindruckend sind auch die Casas von den Künstlern, in denen man sehen konnte, wie sie gelebt haben. Traumhafte Arrangements von den Strukturen des Gebäudes, gemischt mit den schweren dunklen Holzmöbeln, gepaart mit der Natur der Innenhöfe ist es ein Paradies, wo man länger verweilen möchte. Ja, hier kann Kreativität wachsen. Umgeben von den Düften geht es weiter in eine kleine Parfümerie, wo sich jeder seine eigene Mischung in Flacons zusammenstellen kann. 

Wir sind inspiriert und machen einen kleinen Abstecher in das in der Strasse Armargua liegende Schokoladenmuseum  und geniessen dort eine herrliche Tasse von dem köstlichen Cacao.  Wenn das nicht ein schöner Abschluss des Tages ist.

Frühstücken:  Ein Hauch von Paris in Havanna

Vor uns liegt 1 Tag in Havanna, dann geht es 3 Wochen mit dem Mietwagen quer durch Kuba.