Crowdfunding

300 Fans sind 
keine Crowd

Es gibt unglaublich viele gute Crowdfunding-Projekte auf Kickstarter, Companisto oder anderen Crowdinvesting-Plattformen. Viele Berater, Ratgeber und Experten tummeln sich in der Crowdfunding-Szene. Die meist jungen Startups sollen auf den richtigen Weg gebracht werden. Das Ziel: eine erfolgreiche Kampagne.

Erfolgreiche Crowdfundig-Kampagnen spülen nicht nur Geld in die Kasse, sie sind ein exzellentes Marketingtool und geben zusätzlich reales Feedback von der potentiellen Zielgruppe. Es ist also ratsam, seine Crowd aufzubauen und zu pflegen (auch nachdem das finanzielle Ziel erreicht ist).

Crowdfunding ist nicht die eierlegende Wollmilchsau. Höre ich bei dem einen oder anderen Pitch-Event mal genauer hin, so nehme ich die folgenden Statements des Öfteren wahr:

Wir sind mit EXIST erstmal save, danach suchen wir uns einen Investor für 250K, klappt das nicht, machen wir Crowdfunding.

Wir setzen auf Crowdfunding,weil unser Produkt einfach genial ist..

Manche Startups setzen mit knapp 300 Facebook-Fans und noch weniger Twitter-Followern vollkommen auf die Crowd, die donation-based oder mit dem Earlybird-Rabatt das Projekt realisieren soll. Es ist ein Irrglaube, dass allein durch das Einstellen der Kampagne auf einer Plattform die Arbeit getan ist und das erhoffte, finanzielle Ziel erreicht wird. Die Arbeit geht dann erst richtig los.

Wer sich die Plattformen ernsthaft ansieht, wird bitter feststellen müssen, dass die einzelnen Projekte nicht ewig auf der Startseite bleiben. Viele Berater und Plattformen predigen: “Baut Eure eigene Community langsam auf!” Zurecht. Auch die Presse berichtet nicht über jede Kampagne. Oft sind Kampagnen im Fokus, die bereits nach wenigen Tagen über 100% ihres Crowdfundingziels erreicht haben und noch 30 oder 50 Tage laufen.

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Crowd ja, aber nicht mit den anderen …

Auf dem einen oder anderen Event präsentieren sich Startups mit Ihren Produkten und weisen auf die kommende oder laufende Crowdfunding-Kampage hin. Schaut man in die Postings findet man Aussagen wie:

Sind jetzt auf der Messe X, freuen uns auf Euren Besuch.

Kommt vorbei, bei uns gibt es den besten Kaffee, Energiedrink etc.

Schonmal darüber nachgedacht, die Standnachbarn mit ihrem Produkt zu verlinken oder zu erwähnen?

Es klingt so banal, aber es macht keiner:

Auf der Messe wird der Besucher vermutlich nicht alle Stände wahrnehmen. Anders sieht es bei den Postings und Tweets aus, die online gelesen werden. Jedes Startup hat seine eigenen Fans bzw. Follower. Warum die Eigenen nicht auf andere Projekte aufmerksam machen und sich über Likes und Retweets freuen? Womit wir bei sowas wie Schwarmeffekt aka Crowd wären …

Predigt den Crowdfunding-Gedanken nicht nur, um an das Geld zu kommen, sondern lebt ihn mit Euren Möglichkeiten – bei Facebook, auf Instagram und Twitter. Vernetzt Euch untereinander, tauscht Euer Wissen aus und pflegt Kontakte. 

Potentielle Unterstützer frühzeitig abzuholen, das versteht Joel von Digital Kompakt. Wie er es macht? http://www.digitalkompakt.de/news/crowdfunding-belohnungen/